Innerhalb von Sekundenbruchteilen formiert sich eine Sturmfront dichter, verzerrter Gitarrentremoli, begleitet von einer niemals zur Ruhe kommender Blastbeat Lawine.
Ein Schwarzes Loch muss sich irgendwo unter Gent befinden. Nicht nur Deathwish Inc., das unter seinem Emblem einige der vielversprechendsten Sprösslinge seines Umkreises versammelt hat, weiß längst um die brodelnde Metalszene der flämischen Stadt.
Wiegedood (niederländisch für, naja, Wiegentod) erscheint wie eine Art Delta, in dem all diese kreativen Ströme zusammen fließen. Bestehend aus Mitgliedern von Amenra, Hessian und Oathbreaker, lässt das Trio diese jedoch nicht in einem experimentellen Ideenpool münden- sondern setzt ganz auf die Wucht kompromisslosen Blackmetals.
Wiegedood fackeln nicht lange und lassen ihre mindestens siebenminütigen Tracks ohne große dramaturgische Umschweife auf die Hörer los. Innerhalb von Sekundenbruchteilen formiert sich eine Sturmfront dichter, verzerrter Gitarrentremoli, begleitet von einer niemals zur Ruhe kommender Blastbeat Lawinen. Man muss kein Niederländisches Gekeife übersetzen können, um zu verstehen, dass mit jedem Takt ein neuer Funken Hoffnung verglüht. Ziemlich kalt hier.
Erst im letzten Track, Onder Gaan, variieren Wiegedood und lassen Stoner- und Doomeinflüsse zu. Der Song lässt aufhorchen, den Sog des flämischen schwarzen Loches spüren, Auswege aus dem gleichförmig fließenden Strom des Nihilismus aufblitzen. Die vorangehenden Titel wissen vielleicht eher eingefleischte Blackmetaljünger zu schätzen, insbesondere wenn sie Niederländisch studieren und sich nicht mit Van Halen zufrieden geben wollen.
1. Svanesang
2. Kwaad Bloed
3. De Dodden Hebben Het Goed
4. Onder Gaan
—
Es ist schon erstaunlich, wenn eine Band es schafft sich innerhalb kürzester Zeit mit ihrem Erstlingswerk eine so große Fanbase aufzubauen, wie es Wiegedood mit „De Doden Hebben Het Goed“ geschafft haben. Sicher, es ist nicht zu vernachlässigen, dass Wiegedood im Fahrwasser von Szenegrößen wie Oathbreaker und den mächtigen Amenra entstanden ist (Inzwischen spielt auch […]
Der Sandmann – Schlafpuder mit „Adrenalin“ gestreckt! Viel ist über den Sandmann nicht wirklich bekannt. Seine EP ist dem Genre „Singer-/Songwriter“ zuzuordnen, warum er sich jedoch nach einer Kinderfigur benannt hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben, solange er nur so spärliche Informationen über sich säht. Dennoch passt der Name ganz gut zu der ruhigen und […]
Collaborative Works = Frahm & Arnalds = Trance Frendz Wenn sich zwei große Künstler eines Genres treffen, um gemeinsame Sache zu machen, kommt es häufig zu faszinierenden Ergebnissen. Jüngstes Beispiel mit „Collaborative Works“ sind Ólafur Arnalds und Nils Frahm, die mit ihren Kompositionen seit einigen Jahren regelmäßig neue Maßstäbe im Bereich der neo-klassischen Musik setzen. […]
Ohne Worte. Mit schwelgerischen Gitarren. Schlummernd und träumerisch. So fängt das neue Album von unhappybirthday an. Nach dem Debüt „Sirup” (2012) und der EP „Kraken” kommt das Trio unhappybirthday aus Wismar (Daniel, Vocals & Synths; Tobi, Gitarre; André, Bass) mit „Schauer” zurück. Das neue Album auf Night People Records kann man als Tape oder Download […]
Keine Kommentare vorhanden
Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns! Antwort abbrechen
Keine Kommentare vorhanden