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Sonntagskolumne: Saufen

Sonntagskolumne

Sonntagskolumne – Die mieseste Kredithaibande der Stadt


Alles anders, wenn man trinkt: Sonntagskolumne.

Heute übers Saufen, angesichts des kommenden Saufstands namens Herrentag. Benjamin von Stuckrad-Barre braucht selbst abstinent noch viel mehr Geld, als Spartentalk jemals einbringen könnte, deswegen kam vor einiger Zeit die Suchtbiographie Panikherz in die Geschäfte und kurz danach ein kleines teures dick gebundenes Büchlein mit Namen „Nüchtern am Weltnichtrauchertag“ das man sich lustig neben die Toilette legen kann, zu den MAD-Heften und der alten Jungle World, die Wasserflecken hat. In beiden Büchern wird überdeutlich, was die Krux an der Sucht ist: Ein einzelnes Bier zum Genuss findet im Suchtkopf nicht statt, es muss immer ein ganzes dionysisches Fest werden und wird es meist auch, das Saufen. Weil das über Jahrzehnte hinweg allerlei Spuren hinterlässt, die man schlecht mit Fernsehschminke überdecken kann (vgl. Helmut Berger im Wandel der Zeit) und das alles auch noch gutes Geld kostet, der s.g. Orientalismus (genial, der Immendorf) hat B von SB vor bereits einiger Zeit damit aufgerhört. Nächste Woche stehen dann hingegen alle Genusbiertrinker unter dem Einfluss deutscher Terminlustigkeit, siehe auch Karneval, Sylvester, erster Mai. Dieses sich auf den Punkt genau Vergessen können ist wichtig und richtig und rettet millionen Quadratmeter Regenwald, wobei da nicht klar wird, für wie lange (Tage? Stunden?) jedenfalls länger als die meisten stehen oder gehen können an dem Tag, den sie Herrentag nennen und wie Knechte begehen.

Gute Nachricht zum Schluss: Das Zoetrop, Leipzigs bester Raum zum geduldigen sich wegmachen hat wieder auf und ist immer einen Abstecher Wert. Die Inhaber mögen Tocotronic, deswegen noch drei Hits, um das ganze abzurunden.



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